Resilienzfaktoren

Resilienzfaktoren sind Eigenschaften, die die Resilienz erhöhen. Je ausgeprägter sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass schwierige Lebensumstände gut bewältigt werden können. 


Auch wenn es zahlreiche Resilienzmodelle gibt, die sich teilweise überschneiden, haben sich sieben Resilienz-Faktoren, die ich Ihnen unten genauer vorstelle, in der Praxis bewährt und können gezielt in jedem Alter trainiert werden.


Wer tiefer in die unterschiedlichen Modelle eintauchen möchte, dem bietet die Website der Resilienz-Akademie einen guten Überblick.

Akzeptanz

Akzeptanz ist eine Entscheidung. Oft lässt uns nicht die herausfordernde Situation als solche leiden, sondern wie wir sie aufgrund unserer Erfahrungen beurteilen und bewerten.


Erst durch ihr Annehmen ist Veränderung möglich. Dabei geht es nicht darum, sich alles gefallen zu lassen – dies wäre Resignation oder Unterwürfigkeit. Akzeptanz bedeutet zu erkennen, wann Realitäten unveränderlich sind, diese zu akzeptieren und sich somit auf Dinge konzentrieren zu können, die wir verändern können. Auf diese Weise können Ressourcen besser genutzt werden und es entsteht mehr Kraft und Motivation für neue Ziele und Erfolge im Leben.

Optimismus

Unter Optimismus wird die Tendenz bezeichnet, in den meisten Situation davon auszugehen, dass sich die Dinge zum Guten wenden werden, dass Schwierigkeiten und Krisen vorüber gehen werden und man die Kraft hat, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen.


Es gilt, in der Krise nicht nur das Negative zu sehen, sondern aktiv zu versuchen, sie auch als Chance zu verstehen, daraus zu lernen und zu wachsen. Studien haben gezeigt, dass sich (realistischer) Optimismus positiv auf die Gesundheit und insbesondere das Immunsystem auswirkt.

Achtsamkeit

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Selbstwirksamkeit

Unter Selbstwirksamkeit wird die eigene Überzeugung verstanden, herausfordernde Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Kurz: an sich selbst und an seine Fähigkeiten zu glauben und davon überzeugt zu sein, dass man damit aktiv Veränderungen bewirken kann.


Selbstfürsorge, Selbstliebe, die Vergegenwärtigung seiner eigenen Stärken und Kompetenzen, die Anerkennung der eigenen Leistungen aber auch der eigenen Grenzen sind wichtige Bausteine für die Selbstwirksamkeit.

Kreatives Lösungsdenken

Hierbei geht es nicht darum, das Problem zu beseitigen, sondern Abstand von dem eigentlichen Problem zu gewinnen, sich von ihm zu lösen, um so die Wahrnehmung zu erweitern.


Das Problem muss nicht unbedingt analysiert werden, um es zu lösen. Es ist hilfreicher sich eine Vorstellung vom Wunschzustand zu machen und die dafür nötigen Ressourcen herauszufinden.


Dieser Ressourcen fokussierte Ansatz beinhaltet u.a. die eigenen Fähigkeiten, Erfahren oder Beziehungen und bringt uns in aktives Handeln, um ein Ziel zu erreichen.

Netzwerkorientierung

Ein stabiles soziales Umfeld und damit der Zugang zu einem funktionierenden sozialen Netzwerk ist ein wichtiger Schutzschild gegen Belastungen, unabhängig davon, ob es sich dabei um private oder professionelle Netzwerke handelt.


Ob es der Rat oder das offene Ohr von Freunden, Hilfe bei der Kinderbetreuung oder das gemeinsame Sport treiben ist, funktionierende Netzwerke schaffen Geborgenheit, geben Halt und können Belastungen reduzieren.


Netzwerkorientierung und -pflege bedeutet aber auch, die Bereitschaft auf andere ohne Vorbehalte zuzugehen, sich emphatisch einzubringen und, wenn nötig, Selbstfürsorge walten zu lassen, um Grenzen zu setzen. 

Zielorientiertes Handeln

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